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Nachhaltige Weihnachtsgeschenke für Mitarbeitende: So erkennen Sie Greenwashing

Redaktion
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Viele Firmengeschenke werden heute als nachhaltig beworben. Doch ob die Produkte tatsächlich umweltverträglicher und sozial verantwortungsvoll hergestellt wurden oder Nachhaltigkeit lediglich Teil der Vermarktung ist, lässt sich von außen oft nur schwer beurteilen. Unternehmen, die glaubwürdig Verantwortung übernehmen und dies nach innen wie außen kommunizieren möchten, sollten deshalb genauer hinsehen. Dieser Beitrag zeigt Ihnen sechs Kriterien, mit denen Sie Angebote besser vergleichen können, und bietet eine praktische Checkliste, die dabei hilft, Greenwashing zu erkennen.

Was macht ein Weihnachtsgeschenk wirklich nachhaltig?

Nachhaltigkeit wird meist im sogenannten Drei-Säulen-Modell beschrieben: ökologisch, ökonomisch und sozial. Grundlage ist die Definition des Brundtland-Berichts von 1987: eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart erfüllt, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden (Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg). Für Firmengeschenke heißt das: Das Geschenk soll Ressourcen schonen, unter fairen Bedingungen entstehen und so nützlich sein, dass es nicht im Schrank verschwindet. Ein Produkt aus Bio-Baumwolle, das niemand trägt, ist weniger nachhaltig als ein schlichtes Notizbuch, das ein Jahr lang benutzt wird.

Sechs Kriterien für nachhaltige Weihnachtsgeschenke

Mit diesen sechs Fragen können Sie jedes Angebot prüfen, unabhängig vom Anbieter.

1. Wird das Geschenk wirklich genutzt?

Das nachhaltigste Geschenk ist eines, das langfristig verwendet wird. Fragen Sie sich, ob Ihre Mitarbeitenden das Produkt im Alltag brauchen. Hochwertige Genussprodukte werden aufgegessen anstatt in der Mülltonne zu landen, gute Alltagsbegleiter wie Trinkflaschen oder Kaffeebecher werden lange genutzt. Kurzlebige Gimmicks fallen dagegen durch.

Ob ein Geschenk ankommt, hängt auch davon ab, wie gut Sie Ihre Zielgruppe, Ihr Budget und Ihren Zeitplan kennen. Tipps dazu finden Sie in unserem Beitrag Weihnachtsgeschenke für Mitarbeitende planen.

2. Woher kommen die Produkte?

Kurze Wege und bekannte Hersteller machen Herkunft nachvollziehbar. Bei Lebensmitteln lohnt der Blick auf kleine Manufakturen aus der Region. In den Weihnachtsboxen von big little things stammen viele Produkte von Herstellern aus deutschen Städten wie Berlin, Hamburg, Bremen oder Herford.

3. Woraus besteht die Verpackung?

Verpackung fällt bei Geschenken besonders ins Gewicht. Achten Sie auf Recyclingmaterial, zertifiziertes Holz bzw. Papier und auf Füllmaterial ohne Plastik. big little things setzt auf Verpackungen aus 90 Prozent recyceltem Material, zertifiziertem Holz und wasserbasierten Druckfarben. Gepolstert wird mit Holzwolle und Seidenpapier.

4. Hat das Geschenk eine soziale Wirkung?

Soziale Nachhaltigkeit wird bei Firmengeschenken häufig übersehen. Dabei beginnt Verantwortung nicht erst bei der Auswahl der Materialien oder beim Versand. Auch die Frage, unter welchen Bedingungen ein Geschenk zusammengestellt wird, gehört zu einer ganzheitlichen Betrachtung.

Bei big little things werden alle Geschenkboxen sorgfältig in den Stephanus Werkstätten gepackt und versendet. Die soziale Einrichtung bietet Menschen mit Behinderung die Möglichkeit, ihren Fähigkeiten entsprechend zu arbeiten, Verantwortung zu übernehmen und sich persönlich weiterzuentwickeln. Die regelmäßigen Aufgaben geben Struktur, stärken das Selbstbewusstsein und schaffen Gemeinschaft.

Damit wird soziale Verantwortung zu einem festen Bestandteil des gesamten Prozesses – von der Zusammenstellung der Produkte bis zum Versand der fertigen Geschenkbox. 

Wie Sie eine solche Botschaft kurz und glaubwürdig formulieren, zeigt unser Praxis-Guide für Firmenweihnachtskarten.

5. Wie wird das Geschenk versendet?

Auch der Transport gehört zur Ökobilanz eines Geschenks. Arbeitet Ihr Team überwiegend im Büro, bündelt ein Sammelversand an den Standort die Lieferungen. Für Mitarbeitende im Homeoffice bleibt der Einzelversand meist der einzige Weg. Fragen Sie den Anbieter, wie Emissionen beim Versand tatsächlich reduziert werden, statt sich mit dem Hinweis auf Kompensation zufriedenzugeben.

6. Sind die Aussagen belegt?

Seriöse Anbieter können erklären, worauf ihre Nachhaltigkeitsaussagen beruhen. Orientierung geben anerkannte Siegel mit unabhängiger Prüfung, zum Beispiel GOTS für Textilien, FSC für Holz und Papier, Fairtrade für Produkte wie Kaffee oder Schokolade und das EU Ecolabel, das offizielle Umweltzeichen der EU. Fehlt ein solcher Beleg, fragen Sie konkret nach Materialien, Herkunft und Produktion.

Prüfliste gegen Greenwashing

Seit dem 27. September 2026 gelten in Deutschland neue Regeln für Umweltwerbung. Grundlage ist die europäische EmpCo-Richtlinie, die im Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb umgesetzt wurde. Nach einer Einordnung der Kanzlei CMS sind unter anderem allgemeine Umweltaussagen ohne Nachweis, auf Kompensation beruhende Klimaneutral-Aussagen für Produkte und selbst erfundene Nachhaltigkeitssiegel gegenüber Verbraucher:innen nicht mehr zulässig.

Das Bayerische Landesamt für Umwelt fasst den Kern so zusammen: Umweltaussagen müssen künftig belegt, transparent und nachvollziehbar sein (IZU Umweltpakt Bayern). Wie groß die Wirkung ist, zeigt ein Beispiel aus der Logistik: DHL hat sein auf Kompensation beruhendes Programm GoGreen zum 31. August 2026 eingestellt und durch GoGreen Plus ersetzt, das auf Emissionsminderung im eigenen Netz setzt. Auch wenn sich die Regeln vor allem an Werbung gegenüber Verbraucher:innen richten, sind sie ein guter Maßstab für Ihre Auswahl.

Welche Fragen sollten Sie einem Anbieter stellen?
  • Was genau ist nachhaltig: Material, Herkunft, Produktion oder Versand?
  • Gibt es ein anerkanntes Siegel oder einen Nachweis?
  • Woher stammen die Produkte und wer stellt sie her?
  • Woraus besteht die Verpackung, und ist sie recycelbar?
  • Beruht eine Klimaaussage auf echter Einsparung oder auf Kompensation?
  • Gibt es eine soziale Komponente, und wie ist sie belegt?
Woran erkennen Sie leere Versprechen?

Vorsicht ist bei Begriffen wie „umweltfreundlich“, „grün“ oder „öko“ geboten, wenn keine Erläuterung folgt. Gleiches gilt für eigene Siegel ohne unabhängige Prüfung und für Versprechen, ein Produkt sei klimaneutral, ohne dass erklärt wird, wie.

Nachhaltigkeit im Unternehmen sichtbar machen

Nachhaltige Weihnachtsgeschenke wirken über den Moment hinaus, wenn sie zur Haltung Ihres Unternehmens passen. Wer im Alltag auf Nachhaltigkeit achtet, sollte das auch beim Schenken tun. Umgekehrt fällt es Mitarbeitenden schnell auf, wenn ein „grünes“ Geschenk nicht zum restlichen Auftritt passt.

Wie verbinden Sie Nachhaltigkeit mit Ihrer Marke?

Wählen Sie wenige, hochwertige Produkte und setzen Sie Ihr Logo dezent ein. Wie Sie eine Box gestalten, die zu Ihrer Marke passt, lesen Sie in unserem Beitrag zur Weihnachtsbox mit Logo. 

Häufige Fragen zu nachhaltigen Weihnachtsgeschenken

Was ist ein nachhaltiges Weihnachtsgeschenk für Mitarbeitende?

Ein Geschenk, das gern genutzt wird, aus nachvollziehbarer Herkunft stammt, mit wenig und recycelbarer Verpackung auskommt und im besten Fall eine soziale Wirkung hat. Belegbare Angaben sind wichtiger als allgemeine Versprechen.

Sind regionale Produkte automatisch nachhaltig?

Nicht automatisch, aber kurze Wege und bekannte Hersteller machen die Herkunft nachvollziehbar. Achten Sie zusätzlich auf Zutaten, Verpackung und Produktion.

Was bedeuten die neuen Regeln gegen Greenwashing für Firmengeschenke?

Seit dem 27. September 2026 sind in Deutschland unter anderem allgemeine Umweltaussagen ohne Nachweis und auf Kompensation beruhende Klimaneutral-Aussagen für Produkte gegenüber Verbraucher:innen unzulässig. Fragen Sie Anbieter deshalb nach konkreten Belegen.

Was sind Geschenke mit sozialem Mehrwert?

Geschenke mit sozialem Mehrwert verbinden Wertschätzung mit sozialer Verantwortung. Dieser Mehrwert kann beispielsweise durch faire Arbeitsbedingungen, die Zusammenarbeit mit sozialen Einrichtungen oder die Förderung beruflicher Teilhabe entstehen.

Bei big little things werden alle Geschenkboxen in den Stephanus Werkstätten gepackt und versendet. Dort erhalten Menschen mit Behinderung die Möglichkeit, ihren Fähigkeiten entsprechend zu arbeiten, sich weiterzuentwickeln und aktiv am Arbeitsleben teilzuhaben. Die regelmäßigen Aufgaben geben Struktur, stärken das Selbstbewusstsein und schaffen Gemeinschaft.

Sind nachhaltige Weihnachtsgeschenke teurer?

Nicht zwingend. Wer weniger, aber hochwertigere Produkte wählt, bleibt oft im gleichen Budget. Bei big little things beginnen fertige Weihnachtsboxen bei rund 15 Euro. 

Nachhaltig schenken mit big little things

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